Dr. rer. nat.
Hannah S. Schwarzer-Sperber

Fachbereich
Virologie
Immunologie
Heimatinstitut
Universitätsklinikum Essen
Expertisen
- HIV-Infektionen
- HIV-Heilungsstrategien
- HIV-Persistenz
- die Balance des Immunsystems (purinerge Signalgebung)
- Energiestoffwechsel von Immunzellen
- Wechselspiel zwischen Metabolismus und viralen Infektionen
- Einfluss externer Faktoren auf virale Infektionen; Hantavirusinfektionen
Mein wissenschaftlicher Werdegang umfasst langjährige Forschungsaufenthalte an angesehenen Instituten in Deutschland, Israel und den USA, wo ich ein tiefgehendes Verständnis für komplexe infektionsbiologische Phänomene erlangte. Besonders interessiert mich die Forschung an viralen Pathogenen, die mit nur wenigen Proteinen schwere Erkrankungen hervorrufen können. Die COVID-19-Pandemie und die anhaltende HIV-Epidemie verdeutlichen die Dringlichkeit, Virus-Wirt-Interaktionen zu erforschen, um neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.
Meine akademische Laufbahn begann 2013 an der Humboldt-Universität zu Berlin in der Biophysik-Arbeitsgruppe von Prof. Andreas Herrmann, wo ich Methoden zur Charakterisierung intrazellulärer Hantavirusinfektionen entwickelte. 2014 wechselte ich zum Weizmann Institute of Science in Israel und arbeitete unter der Leitung von Prof. Jeffrey Gerst an zellulären mRNAs sowie deren Transport- und Sortierungsprozessen. Im Jahr 2017 begann ich meine Doktorarbeit am Vitalant Research Institute in San Francisco bei Prof. Satish Pillai, wo ich mich mit HIV-Latenz und -Persistenz auseinandersetzte und das Oberflächenprotein CD73 als Marker für HIV-latente Zellen identifizierte. Seit 2021 bin ich zurück in Deutschland und leite am Institut für die Erforschung von HIV und AIDS-assoziierten Erkrankungen (HIV-AAD) gemeinsam mit meinem Mann unsere Arbeitsgruppe. Hier untersuche ich die Wechselwirkungen zwischen HIV-Persistenz, dem zellulären Metabolismus in T-Zellen sowie externen Einflüssen wie Sauerstoffbedingungen und purinergen Signalwegen.
In den letzten Jahren habe ich nicht nur beruflich bedeutende Fortschritte gemacht, sondern bin auch Mutter zweier Söhne geworden. Die Balance zwischen familiären und beruflichen Verpflichtungen zu halten, ist oft herausfordernd, doch ich gehe mit Stolz und Leidenschaft beiden Rollen nach. Mein Ziel ist es, entscheidende Beiträge zur HIV-Heilungsforschung zu leisten und als Vorbild für Wissenschaftlerinnen mit familiären Verpflichtungen zu fungieren.
Um echten Fortschritt in unserer Gesellschaft zu erreichen, müssen Wissenschaft und Familie für alle Geschlechter harmonisch miteinander vereinbar sein. Dies erfordert die Anpassung bestehender Strukturen und die kritische Überprüfung von Rollenbildern. Nur so können wir das volle Potenzial unserer Vielfalt entfalten und gemeinsam eine zukunftsorientierte Gesellschaft
gestalten.

Dr. rer. nat. Hannah S. Schwarzer-Sperber
Virologie | Immunologie
